Impfungen bei Kaninchen

Pssst….Chinaseuche? Kaninchenpest? Bloß nicht die nächste Pandemie!

Deswegen: nicht vergessen: die Kombi-Impfung RHD und Myxomatose für Kaninchen steht an!

 

RHD

-  Krankheit: Rhabbit Haemorrhagic Disease (RHD 1 und 2)

-  Spitzname: „Chinaseuche“

-  Erreger: Calicivirus

-  Übertragung: von Wildkaninchen infiziertes Grünfutter (Kot, Speichel,        Urin), kontaminierte Käfige und Gegenstände sowie Kleidung des Besitzers     und stechende Insekten wie z.B. Mücken

 

Symptome: Lebernekrose und Blutungen (daher auch der Name Haemorrhagic), die Kaninchen versterben aber oft auch plötzlich und ohne Vorwarnung

 

Myxomatose

-  Krankheit: Myxomatose

-  Spitzname: „Kaninchenpest“

-  Erreger: Leporipoxvirus

-  Übertragung: durch Stechmücken oder Kaninchenfloh

 

Symptome: Zuschwellen der Augen, des Mäulchens und der Genitalien, Pockenbildung, insbesondere and en Ohren, Krusten um Augen und Maul, auch plötzliches Versterben ohne vorherige Krankheitsanzeichen möglich

 

RHD und auch die Myxomatose haben mittlerweile immer Saison, ein aktiver Mückenschutz, mindestens ab dem Frühjahr, hilft daher erheblich bei der Risikominderung und sollte auch im Kaninchenstall nicht fehlen!

 

Bei plötzlichen Todesfällen im Kaninchenbestand ist es immer sinnvoll eine Autopsie durchführen zu lassen und auf infektiöse Krankheiten zu untersuchen. Dieses Wissen kann unter Umständen den Tod der anderen Kaninchen verhindern! 

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Schlechtes Wetter geht auch gut...

Regen, dunkel, Ekelwetter...

 

Der Frühling kommt aber bestimmt und bis dahin vertreiben Sie sich die Zeit mit einem gutem Buch, einem Tee und ein paar Streicheleinheiten!

 

Frei nach dem Motto:

"Ich kann auf Vieles verzichten, aber nicht auf Katzen und gute Literatur!"

 

 

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Telemedizin: Fluch oder Segen?

Covid, Lockdown und Homeoffice haben die tiermedizinische Landschaft in 2020 verändert. Während in Deutschland durch gesetzliche Hindernisse noch deutliche Einschränkungen für die Telemedizin bestehen, ist die „Ferndiagnose und -beratung“ weltweit auf dem Vormarsch. 

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Die Welt mit Covid: Bedeutung und Einfluss für den Katzenhaushalt

2020 hat Corona die Welt und damit auch die Katzenhaushalte verändert. Diese Zeit hat ein Fenster zur digitalen Verhaltensberatung bei Katzen geöffnet. Auch bei solchen, die vorher eher zurückhaltend bei dieser Thematik waren. Dies ist in vielerlei Hinsicht auch nötig: Lockdown, Homeoffice und Kitaschluss verändern das Katzenleben, da Katzen vor allem die tägliche Routine und Ruhe lieben.

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Alle Jahre wieder...

Es ist wieder soweit! Das Jahr neigt sich dem Ende zu, für viele ein Segen und eine Vorfreude auf eine neues, erfolgreiches Jahr 2021.

Auch wenn coronabedingt dieses Jahr sicherlich auch für unsere Haustiere der Lärmpegel drastisch reduziert sein sollte, wird der ein oder andere Knaller hier und da dennoch für den üblichen Stresspegel sorgen. Daher hier ein paar Tipps für die „lauteste“ Zeit des Jahres:

 

Sorgen Sie für eine ruhige Atmosphäre, d.h. Fenster schließen und bei Bedarf Räume abdunkeln. Denken Sie zuvor daran, dennoch einmal gut zu lüften, damit bei längeren Fensterschluß  trotzdem das Gefühl von „Klarheit“ in den Räumen bleibt. Der Einsatz von Duftkerzen o.Ä. ist in dieser Zeit besonders heikel, da der klärende Effekt durch die Lüftung ausbleibt und viele Tiere besonders empfindlich auf Gerüche reagieren, häufig in Form von Übelkeit.

 

Bereiten Sie Ihrem Liebling möglichst mehrere Rückzugsorte und Schlafplätze an verschiedenen Stellen vor. Bei Katzen ist es besonders wichtig, auch Plätze auf verschiedenen Höhen zu schaffen, z.B. unter dem Bett oder auf dem Schrank. Dabei sind auch die Materialien am Schlafplatz wichtig. Frottee (von Handtüchern) eignet sich wegen der lockeren Oberfläche des Stoffes besonders gut, da er schallhemmend wirkt.

 

Angst löst häufig Übelkeit aus. Füttern Sie Ihren Liebling also in der Haupt-Knallzeit nur, wenn der Appetit gut ist und die Angst gering ist. Achten Sie hierbei auf magenschonende und leicht verdauliche Kost wie z.B. Huhn und Reis. Dies ist definitiv keine Zeit für eine vollwertige Barfmahlzeit mit rohem Frischfleisch! Welpen oder Tiere mit Dauermedikation sollten in dieser Zeit nach Möglichkeit all ihre Portionen wie gehabt erhalten.

 

Verteilen Sie mehrere Wassernäpfe, auch besonders gut zugänglich und dicht an den „Verstecken“, damit der Gang dorthin kurz ist. Motivieren Sie Ihr Tier zum Trinken! Stress führt schnell dazu, dass die Wasseraufnahme sinkt. Bei Wassermangel kommt es aber auch zu Kopfschmerzen und Unwohlsein kommen, der Blutdruck verändert sich und allgemein sinkt das Wohlbefinden. Keine gute Konstellation bei Übelkeit und Angst!

 

Auch Katzentoiletten sollten gegebenenfalls dicht an den Verstecken vorhanden sein. Wenn möglich, ist es sinnvoll die Verstecke eher dicht an den üblichen Katzenklo-Stellplätzen unterzubringen, da viele Katzen bei Veränderung der Katzenklos empfindlich reagieren und auch gerne mal zum Protestpinkeln neigen.

 

Ein häufiges Zeichen von Angst und Übelkeit ist das vermehrte Schlecken mit der Zunge über die Nase und Unruhe. Vielen Tieren ist es angenehm in dieser Phase vorsichtig an den Ohren massiert zu werden. Achten Sie darauf, in dieser Phase keinen Druck auf den Magen auszuüben, z.B. beim Hochheben, da dies die Übelkeit deutlich verstärken kann. Bei einigen Hunden hilft in dieser Zeit Haferschleim oder in Wasser eingeweichte Haferflocken in kleinen Mengen, da sie einen positiven Einfluss auf die Regulation der Magensäure haben und damit die Übelkeit drosseln können.

 

Den meisten Tieren ist Musik unangenehm, bei einigen helfen Grundgeräusche wie der Fernseher und „Meeresrauschen“ (weißes Rauschen). Beobachten Sie ihr Tier gut und passen Sie die Geräuschkulisse an. Dies ist vermutlich keine gute Zeit für ein „Rockkonzert“ im Wohnzimmer.

 

Ein Hund ist gut konditionierbar, auch im umgekehrten Sinne. Es ist sehr wichtig, dass Sie ihn in dieser Zeit für seine Angst in keinster Weise bestrafen, aber auch nicht belohnen. Es ist manchmal schwer den Grad der Aufmerksamkeit richtig zu dosieren. Viele Hunde lernen durch die übermäßige Aufmerksamkeit und Sorge der Besitzer in der Silvesterzeit, dass ihre Sorge wohlbegrünet ist und sie für ihr ängstliches Verhalten belohnt werden. Versuchen Sie also ihrem Hund eher mit positiver Stimmung von den Knallgeräuschen abzulenken bzw. diese durch Ihre Einstellung (und auch Gleichgültigkeit gegenüber dem Feuerwerk) nichts Negatives anzuheften. Da jedes Tier hierbei anderes reagiert, müssen Sie selber ausprobieren, welche Aufmerksamkeit Ihrem Hund am besten tut.

 

Die Gassirunden sollten möglichst zeitlich weit entfernt von der Haupt-Knallzeit geplant werden. Sichern Sie Ihren Hund besonders gut an dieses Tagen! Ein Geschirr ist definitiv als gute Sicherung auch bei einem Fluchtversuch besser geeignet als ein Halsband. Beim Aufsammeln der Kothäufchen achten Sie darauf, dass Sie die Leine nicht vorübergehend zu locker lassen und damit das Risiko schaffen, die Leine bei zu schnellem, festen Zug nicht halten zu können. Spezielle Anker an Gürteln bieten hierbei einen besonders sicheren Schutz und Ihnen die Armfreiheit.

 

Lichtreflektoren und auch kleine Blinker oder Knicklichter am Geschirr machen Ihren Hund im Dunkel besser sichtbar und auffindbar, falls ein Fluchtversuch doch geglückt sein sollte. Viele Hunde reagieren aber empfindlich auf „Lichtbewegung“. Ein Licht am Geschirr, dass durchgehend leuchtet anstatt zu blinken ist also sinnvoller. Denken Sie auch an einen kleinen Adressanhänger mit Telefonnummer und dem Rufnamen des Tieres am Geschirr, so kann Ihr Hund wieder schnell nach Hause finden sollte die Flucht doch einmal gelingen.

 

Da viele Hunde in der Silvesterzeit an die Grenzen ihrer „guten“ Laune kommen, sollten Sie beim Spaziergang den Kontakt mit anderen Hunden meiden, insbesondere Ihre kleinen Kinder. Durch den Stress  und Angst steigt selbst bei lieben Zeitgenossen das Risiko doch einmal zu beißen.

 

Durch die Dauerbelastung in der letzten Jahreszeit neigen viele Hunde zu Beginn des neuen Jahres zu einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis), bedingt durch eine längere Übersäuerung des Magens, und Katzen zu einer Blasenentzündung, häufig ohne bakterielle Beteiligung (Zystitis und FLUTD). Sollten Ihnen Erbrechen, insbesondere nach dem Fressen, mangelnder Appetit, Empfindlichkeit beim Streicheln am Bauch oder hinteren Rücken sowie häufiges Wasserlassen oder gar blutiger Urin auffallen, suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf.

 

In diesem Sinnen wünschen wir Ihnen eine guten, stressarmen Übertritt ins neue Jahr!

 

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